Pouring ist das ultimative Farberlebnis

20. Jan 2026,

Und nicht nur das! Das Beste ist, dass es vollständig ohne Pinsel funktioniert. Wie der Name „pouring“ schon sagt, wird die Farbe auf die Leinwand gegossen oder geschüttet. Durch das Schwenken der Fläche, Pusten in die flüssige Farbe und andere Techniken entstehen einzigartige Muster.

Der Zufall als genialer Helfer 

Die Magie beim Pouring liegt im Zusammenspiel von Farben und Zufall. Solche unglaublich überraschenden Kunstwerke bekommt man mit einem Pinsel gar nicht hin. Durch das Ineinanderfließen der verschiedenen Farben entstehen unglaubliche Effekte, Farbverläufe und Marmorierungen. Und weil es ganz verschiedene Techniken gibt, um die Farbe auf die Leinwand zu bringen, sind die Möglichkeiten tatsächlich unendlich. Kein Bild kann zweimal entstehen, jedes ist ein absolutes Unikat. 

Abstrakte Begriffe mit großer Wirkung 

Beim Puddle Pouring werden die Farben nacheinander in die Mitte des Keilrahmens gegossen, so dass eine Art Pfütze entsteht. Dann wird die Leinwand gekippt oder geschwenkt und die Farben verteilen sich. Wer möchte, kann mit ein wenig Pusten nachhelfen. 

Dann gibt es noch das Dirty Pouring. Dabei schichtet man die verschiedenen Farben nacheinander in einen Becher. Anschließend wird die Mischung auf die Leinwand geschüttet. Das Ergebnis wird durch das Mischen von Farben und ihren Komplementärfarben besonders kontrastreich und effektvoll. 

Bei der Technik Flip Cup werden die Farben auch in einem Becher übereinander geschichtet. Dann wird die Leinwand daraufgelegt. Jetzt das Ganze umdrehen, den Becher anheben und die Farben einfach über die Leinwand fließen lassen. 

Pouring machte Jackson Pollock weltberühmt 

Der amerikanische Maler war der bekannteste Vertreter des Abstrakten Expressionismus. Er experimentierte schon vor fast 100 Jahren mit dem Gießen von Farben. Zu seiner Drip-Technik gehörte auch das Tropfen und Schleudern der Farben auf die Leinwand. Das brachte ihm den Spitznamen „Jack the Dripper“ ein. Kunstwerke, die Millionen wert sind „Dripping“ - was so viel bedeutet wie tropfen – war damals eine innovative Malmethode, die seine Kunstwerke ungeheuer dynamisch wirken ließ. Der Betrachter kann am Bild den Schaffensprozess regelrecht ablesen. Und die Willkür und der Zufall in diesen Werken macht sie enorm wertvoll. Für so ein Original werden zweistellige Millionensummen hingeblättert. 

Ganz einfach zum Künstler werden 

Gegenständliche Malerei ist nicht jedermanns Sache. Die Perspektiven, Licht und Schatten, Proportionen – es gehört oft eine lange Übungsphase dazu, um etwas auf die Leinwand zu bringen. Pouring dagegen ist eine Methode, für die man keine Vorkenntnisse braucht - nur die Lust am Experimentieren.

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