Kreatives Schreiben kann man lernen!

Sabine Kühn

Eine Geschichte schreiben? Ein ganzes Buch??? Beim bloßen Gedanken daran schlackern den meisten die Knie. Ja, Ideen sind da, aber immer, wenn es losgehen soll, sind sie einfach nicht zu greifen! Sind aber auch schnell die Biester! Schnell da und schnell wieder weg! So, jetzt mal ruhig mit den jungen, kreativen Pferden. Mit einem kleinen bisschen System, geht es plötzlich fast wie von selbst.


Wenn Kreativität auf Handwerk trifft

Phantasie allein, macht noch keinen Roman, kein Drehbuch und keine Geschichte.

Ja, tut mir Leid, aber ein paar Regeln sollte man kennen, bevor man loslegt. Sie bringen ein bisschen Ruhe ins Gedankenchaos.

Nur wenige große Künstler waren wirklich Autodidakten. Haben sich einfach hingesetzt und die Mona Lisa gemalt. Oder „Herr der Ringe“ geschrieben.

Handwerk bedeutet nicht, dass man nach Schema F vorgeht, sondern einfach nur, dass man etwas genauer weiß, was man tut.

Wie die Figuren laufen lernen

Zum Beispiel: Was ist eine Hauptfigur und vor allem: WIE ist sie drauf? Niemand interessiert sich besonders für den Finanzbeamten mit Elastan-Anzug. Wenn er aber plötzlich wegen Mordes verhaftet wird, könnte es spannend werden.

Oder was ist mit der Tulpe in der Vase auf Tisch 2 im Restaurant, die sich unsterblich in den Kellner verliebt? Wird sie ihn kriegen? Hätte doch was.

Oder: Was ist ein Ziel? Also läuft die Heldin einfach nur so rum und erlebt schräge Sachen? Gut, kann passieren. Aber selbst dann hat sie ein Ziel. Sie will nämlich einfach nur so rumlaufen.

Kommen wir nochmal zur Tulpe. Die hat ein Ziel! Den süßen Kellner. Und schon ist ein kleiner Anfang gemacht.

Dabei haben wir noch gar nicht über Herausforderungen und Hürden gesprochen. Die können das Salz in der Geschichtensuppe sein.

Den Roten Faden nie verlieren

Klar, eine Geschichte, ein Roman, eine Novelle, eine Biografie - oder was auch immer – hat einen Anfang und ein Ende. Das heißt noch lange nicht, dass alles chronologisch hinter einander weg erzählt werden muss. Kleine Abschweifungen, sinnliche Beschreibungen oder überraschende Wendungen machen das Ganze doch erst fesselnd. Wenn man unbedingt wissen will, wie es mit unserer Tulpe oder dem Finanzbeamten weiter geht, dann ist es mitreißend, dramatisch, aufregend und packend genug.

Und dafür braucht man den Roten Faden. Er hält den Text zusammen, damit es den Leser nicht nach dem erstbesten Absatz aus der Kurve haut.

Kreatives Schreiben kann man lernen

Und damit schließt sich der Kreis. Ein paar Grundlagen verinnerlichen und schon kann es losgehen. Mit dem Buch oder der Geschichte. Ganz ohne schlackernde Knie!

PS: In der Pommernstube-Kreativwerkstatt gibt es regelmäßig Kurse im Kreativen Schreiben.

Und bisher ist noch niemand OHNE Erfolg nach Hause gegangen!!!!

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